HSV entdeckt Frauenfußball neu

Vor Jahren war dem HSV der Frauenfußball zu teuer. Der Zuschuß von 100000 € im Jahr war den Verantwortlichen zu teuer und die erste Mannschaft mit Spielerinnen wie Kim Kulig wurde aus der Bundesliga abgemeldet. Das Angebot der Männer der Bundesligamannschaft, diese Kosten zu übernehmen, wurde abgelehnt. Man müsse Kosten sparen. Und prompt verdoppelte sich der Fehlbetrag der Männer in der folgenden Saison von 5 auf 10 Millionen Euro. Die Männermannschaft war nicht zu halten und ist nun auch ohne Frauen zweitklassig.


Jetzt kommt die Kehrtwende. Wie beim HSV wohl Bestandteil des Vereinslebens, kam die U 17 mit einem blauen Auge davon. Sportlich abgestiegen, gelang trotzdem der Klassenerhalt. Der Osnabrücker SC verpaßte die Einreichung der Lizenzunterlagen. Das ließ Trainer Felix Karch erwachen und so kam ein Konzept zustande, wie man bis mindestens in die zweite Bundesliga aufsteigen kann. Mit dabei sein wird Manuel Alpers, der mit den Frauen des Brambacher SV bereits ein Jahr in der zweiten Bundesliga war. Auch Christian Kroll, Trainer der ersten Frauenmannschaft, ist begeistert. Mit proffesionellem Scouting und Kooperationen will man der Stern des Nordens werden.