Abwärtsspirale: Wie geht es mit dem HSV weiter?

Wenn es derzeit einen Verein der der ersten Bundesliga gibt, der immer wieder mit dem Wort „Abstieg“ in Verbindung gebracht wird, dann ist es der HSV. So desaströs beispielsweise die letzte Begegnung mit den FC Bayern München war (0:6), so nah ist auch der Abgrund. Denn bereits in den ersten 24 Minuten der Partie führten die Bayern mit 0:3. Mittlerweile häufen sich sogar die Stimmen, die sagen, dass ein Abstieg die einzige Chance für den HSV wäre. Die Unsicherheit der Hanseaten zeigt sich bereits in der Spielerauswahl: Dennis Diekmeier, der HSV-Spieler mit der längsten „Dienstzeit“ ist, gilt an sich als Löwe auf dem Platz und ist an Kampfgeist und Willensstärke kaum zu übertrumpfen. Bei dieser Partie jedoch bewies er genau das Gegenteil und wurde nach den ersten drei Gegentoren wieder vom Spielfeld geholt.


Coach Hollerbach zieht den Kürzeren


Stattdessen kam der Schweizer Janijicic ins Spiel. Das 19-jährige Talent, das kürzlich eher mit Negativschlagzeilen (wie beispielsweise Fahren unter Alkoholeinfluss) auf sich aufmerksam machte, trug ebenfalls nicht zu einer Stabilisierung der Spielsituation aus Sicht der Hamburger bei. Höchstwahrscheinlich hatte er nicht einmal mit einem Einsatz bei diesem Match gerechnet und spielte seine Rolle auf dem Platz eher schlecht als recht. HSV-Präsident Hoffmann nahm Hollerbach seine Spielerauswahl mehr als Übel und feuerte den neuen Coach – wie bereits bekannt – nach nur sieben Spielen, was viele Fans ihm sehr übelnahmen. Generell scheint der neue HSV-Präsident stark zu polarisieren – schon seine Antrittsrede, in der er die Fans motivierte „Dort einmal richtig aufzumischen“, sorgte für Chaos. Hoffmann mag erst vier Wochen im Amt sein, doch trotzdem sollte ihm bewusst sein, was derlei „Brandreden“ bewirken können. Scheinbar steht der Vereinspräsident derzeit für alles, was der Traditionsverein gerade verkörpert: Großspurigkeit, das Unvermögen, die Probleme des Vereins strukturell zu erkennen sowie eigenes Verschulden einzugestehen. Echte Lösungsansätze sucht man beim HSV derzeit leider vergebens: Eher kommen akute „Hau-Ruck-Aktionen“ – wie eben die Feuerung Hollerbachs – zu Tage.


Der große Verlierer ist der Verein


Die Matchspielchen, die in der Führungsetage gespielt werden, schaden am Ende allen Beteiligten – am Ende natürlich dem Verein selbst. Bereits als „1860 des Nordens“ betitelt, segelt er weiter die Listenplätze hinunter. Geld alleine wird die Problematik nicht richten: Es geht um mehr Know-how, bessere Strukturen und Fairness innerhalb des Teams. Dies ist weiterhin eine große Herausforderung, da die Gehaltsunterschiede unter den Spielern teilweise wirklich immens sind. All dies fördert den Teamzusammenhalt natürlich nicht gerade. Dies zeigt sich auch beim einstigen Paradespieler des Vereins, Dennis Diekmeier. Er verweigerte die Verlängerung seines Vertrags und wird den Verein zum Sommerhin verlassen, obwohl er lange Zeit große Töne im Hinblick auf seine Liebe zum HSV von sich gegeben hatte. Kritiker behaupten, dass Dieckmeier schlicht und ergreifend einfach mehr Geld gefordert hätte, doch der Spieler selbst nennt die Unzufriedenheit mit den Vereinsfunktionären als primären Grund für seine Entscheidung. Die Wahrheit mag hier – wie so oft – irgendwo in der Mitte liegen.


Christian Titz als Interimslösung


Der ehemalige Trainer Hollerbach hingegen ist jetzt bereits schon unter „ferner liefen“ abgelegt und bekam daher kaum die Chance, zu zeigen, was er wirklich kann. Da das primäre Ziel der Vereinsverantwortlichen jedoch ist, den Klassenerhalt durchzusetzen, bliebt ihnen am Ende nicht viel anderes übrig, als den Hollerbach gehen zu lassen. Trainer Christian Titz wird zunächst einmal als Interimslösung eingesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass der Verein früher oder später wieder eine klare Linie findet. Wie man sich sicherlich gut vorstellen kann, geht es in den hiesigen Wettbüros heiß her, wenn es um Thema HSV geht. Schaffen sie den Klassenerhalt oder wird der Abstieg tatsächlich zur bitteren Realität? Was die Fans verunsichert, sorgt bei anderen für hohe Gewinnchancen. Unter Link sind spannende Sportwetten aus der ersten Bundesliga und vielen weiteren Sportarten zu finden.