Fifa erlaubt Videobeweis bei WM

Was lange angekündigt wurde, wird nun tatsächlich umgesetzt – die Fifa wird ab jetzt auch Videoschiedsrichter zulassen und dies bei der Fußball WM in diesem Sommer erstmalig umsetzen. Fifa-Chef Gianni Infantino hatte die Entscheidung bereits beim Confed-Cup vorangetrieben, doch das letzte Machtwort war erst jetzt gefallen. Relevant sei es nun, die Schiedsrichter so zu schulen, dass sie das neue Instrument entsprechend integrieren können, doch dies sei laut dem Fifa-Präsident kein Problem. Die Video-Schiedsrichter, die offiziell VARS (Video Assistant Referees) heißen, dürfen durch eine Entscheidung des International Football Association Boards in den Einsatz. Doch die Video-Schiedsrichter sollen auf keinen Fall die rein menschlichen „Kollegen“ ersetzen: In den 64 Spielen, die während der WM ausgerichtet werden, sollen die technischen Schiedsinstrumente nur in bestimmten Situationen herangezogen werden: Zum einen, wenn ein Tor fällt, bei einem Platzverweis, wenn ein Spieler im Abseits ist oder in Fall, dass ein Schiedsrichter versehentlich den falschen Spieler bestraft.


Schiedsrichter sollen geschult werden


Fifa-Chef Infantiono ist mehr als begeistert über die Entscheidung und nannte diese sogar „historisch“. Er geht davon aus, dass die Videohilfen den Sport transparenter und fairer machen werden. Wie bereits erwähnt, sollen die Schiedsrichter entsprechend gründlich in die Materie eingearbeitet werden. Des Weiteren werden nur Video-Schiedsrichter eingesetzt, die sich bereits mit dem System auskennen. Auch deutsche Schiedsrichter haben Chancen, auf diese Weise eingesetzt zu werden. . Lange Zeit hatte die Fifa technische Veränderungen abgelehnt, doch unter dem neuen Präsidenten sind derartige „Reformen“ besser möglich. Es liegt also somit Veränderung in der Luft – die Frage ist jetzt natürlich, wie die Fans diese aufnehmen werden. Strittige Tore sollten von jetzt an auf jeden Fall der Vergangenheit angehören – so zumindest die Hoffnung der involvierten Funktionäre.


Der ehemalige Fifa-Präsident Blatter steht dem Ganzen weiterhin kritisch gegenüber und twitterte, dass die WM nicht als Experiment für derartige Projekte deinen können. Infantino hingegen denkt, dass Videoschiedsrichter die beste Waffe gegen menschliche Schiedsrichterfehler sind. Damit die neue Gesetzesänderung allerdings auch wirklich zum Tragen kommen konnte, musste die Generalversammlung des IFAB die Anpassung bestätigen. Das Gremium musste der Veränderung mit einer Dreiviertelmehrheit zustimmen und besteht aus Mitgliedern aus Nordirland, Wales, England und Schottland. Dies ist nun geschehen. Trotzdem wird es für die individuellen Veranstalter keine Pflicht sein, die Videobeweise anzuwenden, da nicht jede Liga über die nötigen Mittel verfügt, um dies zu tun.


Deutsche Fußballfunktionäre für Videoschiedsrichter


Von deutscher Seite war der Wunsch nach dem Einsatz der Videoschiedsrichter bereits schon lange hervorgebracht worden. So sollen die technischen Helfer im Idealfall auch bei der Bundesliga zum Einsatz kommen – dies wird allerdings noch bei der nächsten Ligaversammlung entschieden. So befürwortet auch Bayer-Chef Karl-Heinz Rummenigge die Entscheidung, da auch er glaubt, dass die Fußballmatches dadurch viel fairer und transparenter sein werden. In der Bundesliga gäbe es auf jeden Fall die finanziellen und strukturellen Mittel, um die Videoschiedsrichter einzusetzen. Sogar von einem Einsatz in der zweiten Liga ist die Rede, womit dann auch die offizielle Testphase vorbei wäre.


Videobeweise sollen übrigens auch bei der Club-WM, die im Dezember stattfindet, erlaubt sein. Was sich allerdings nicht ändern wird, ist die Anzahl der an dieser WM teilnehmenden Mannschaften – so hatten einige Fifa-Mitglieder das Turnier von sieben auf 24 Teams erweitern wollen. Dies stieß bei vielen Entscheidungsträgern jedoch auf Kritik und wird deswegen wohl kaum umgesetzt werden. Egal ob mit Videobeweis oder auch ohne – die WM 2018 wird auf jeden Fall ein spannendes Untergangen werden. Es bleibt auf jeden Fall abzuwarten, ob die neue Technologie eher für mehr Klarheit oder am Ende doch für mehr Verwirrung sorgen wird. Wer es bis zur WM nicht abwarten kann und jetzt schon Profit aus spannenden Partien ziehen möchte, findet beispielsweise bei sportwetten-mit-paypal-bonus spannende und seriöse Sportwetten Angebote – und Boni, die sich gerade für eingefleischte Fußball-Fans lohnen können.