Frauen Weltmeisterschaft 2019 - Ein Rückblick

Frauen - Weltmeisterschaft 2019

Gegen Ende Mai, bzw. Anfang Juni, wenn sich sämtliche europäische Fußballligen dem Ende zu neigen, ist es häufig erst einmal vorbei mit dem allseits beliebten Fußball und es ist Sommerpause angesagt. Anders ist dies jedoch alle 4, bzw. 2 Jahre, wenn Weltmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften anstehen.


Die letzte Fußball-Weltmeisterschaft der Herren, ausgetragen in Frankreich, fand bekanntlich letztes Jahr (2018) im Sommer statt. Doch auch in diesem Sommer, haben sich die zahlreichen Stadien von Paris bis nach Lyon wieder mit zahlreichen Zuschauern gefüllt, anlässlich der ebenfalls alle vier Jahre stattfinden Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Damit Fußballfans sowohl die Weltmeisterschaft der Herren, als auch der Frauen genießen können, finden sowohl die EM als auch die WM der Frauen, immer im darauffolgenden Jahr statt, nachdem die Männer ihr Turnier ausgetragen haben.


Die Fifa Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019, erstreckte sich vom Eröffnungsspiel am 7. Juni bis zum Endspiel am 7. Juli. In diesem Artikel wollen wir uns einem kleinen Fazit widmen, zu dem, was uns der Spitzenfußball der Frauen in diesem Sommer präsentiert hat.

Gianni Infantino: "Die erfolgreichste Frauen-WM aller Zeiten!"

Gianni Infantino, der nicht ganz unumstrittene Boss des Fußball-Weltverbandes FIFA, hat sich kürzlich anlässlich der Frauen-WM geäußert und sagte, dass es anhand der Daten, Zahlen und Statistiken, die erfolgreichste Frauen-Weltmeisterschaft aller Zeiten war. In der Tat scheint dies nicht weit hergeholt zu sein. Wer die Weltmeisterschaft verfolgt hat, der wird festgestellt haben, dass der internationale Frauenfußball in jedem Fall wieder einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat.


Fangen wir mal an bei der Stimmung und den Zuschauerzahlen. Diese war so gut, bzw. hoch wie noch nie zuvor. Selbst in den Spielen der Gruppenphasen, waren die Stadien bis auf wenige Ausnahmen, sehr gut gefüllt. Die Stimmung war, teilweise laut, wild und voller Freude. Ganz so, wie wir uns das alle vom Fußball wünschen. Leider war dies in der Vergangenheit nicht immer der Fall, wenn es um die Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft der Frauen ging. Wenngleich das Abschneiden der deutschen Frauennationalmannschaft nicht dem entsprach, was sich die meisten von uns vorgestellt haben, so hatte die WM jedoch auch unter sportlichen Gesichtspunkten sehr viel zu bieten, mit dem vermutlich technisch besten Spiel, England gegen die USA, im Halbfinale.

Die sportliche Weiterentwicklung und das Topspiel England vs. USA

Beschränkt man sich bei dem Rückblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen auf das Sportliche, so kann man eigentlich nicht mehr tun, als ein durchweg positives Fazit zu ziehen. Es gab selbst in der Gruppenphase, zahlreiche Topspiele und spätestens mit dem Beginn der KO-Phase, wurden die Spiele dann auch schneller, risikoreicher und boten eine teils nervenaufreibende Stimmung.


Das von vielen Experten als vorgenommenes Endspiel bezeichnete Halbfinale, England gegen die USA, hatte es absolut in sich. Das technische Niveau dieses Spiels, war sehr hoch und spätestens mit Beginn der 2. Halbzeit, haben beide Mannschaften alles reingeworfen. Ausgegangen ist das Halbfinale am Ende zu Gunsten der USA, die 2:1 gegen England gewonnen haben. Wenngleich die USA dieses Spiel auch verdient gewonnen haben, hat sich England vor allem in die Herzen der Fans gespielt, mit einer hervorragenden kämpferischen und leidenschaftlichen Leistung, bis zum Anpfiff dieses Halbfinals.


Das 2. Halbfinale, Niederlande gegen Schweden, war sportlich gesehen etwas schwächer und wurde erst in der Verlängerung durch ein 1:0 von den Niederlanden entschieden. Durch das gesamte Turnier hinweg hatte man das Gefühl, dass bei dieser WM wohl kaum jemand an den USA vorbeikommen würde, da das Team der Vereinigten Staaten technisch auf einem sehr hohen Niveau war und immer einen Schritt voraus zu sein scheint, auch im Vergleich zu den weiteren Titelfavoriten und Top-Anwärtern, auf den Titel.


Im Finale, am 7. Juli hat sich dann bestätigt, was sportlich im Vorfeld schon ersichtlich war. Die USA gewannen das Endspiel gegen Schweden, mit einem souveränen 2:0. Dritter der WM wurde Schweden, die sich mit 2:1 gegen England am Vortag des Finales durchsetzen.


Nun heißt es also wieder 4 Jahre warten, bis zur nächsten WM, wenngleich in 2 Jahren zumindest die europäischen Teams wieder an Start gehen, für den Kampf um die Europameisterschaft. Wenn sich der Frauenfußball so weiterentwickelt, wie er es in den letzten Jahren tat, dann kann man zurecht voller Vorfreude auf die nächsten Turniere der Damen blicken.