Am 7. Juni startet die Fußballweltmeisterschaft der Frauen

Die Favoriten

24 Teams messen sich über einen Monat in den französischen Stadien im Kampf um den Weltmeistertitel. Zum achten Mal wird die Frauen-WM ausgetragen, zuletzt gewann 2015 das US-amerikanische Team das renommierte Turnier in Kanada. Mit bereits drei Weltmeistertiteln ist das Team der anderen Seite des Atlantiks auch in diesem Jahr wieder stark. Im Vergleich zu den Landsmännern, die sich in der vergangenen WM 2018 der Männer in Russland nicht einmal qualifizieren konnten, machen sich die Amerikanerinnen nun daran, mit einem vierten Titelgewinn einen neuen Rekord des Sports aufzustellen. Sie stehen in der Liste der Favoriten jedoch nicht allein, denn der Titelverteidiger muss sie sich in diesem Jahr gegen den aktuellen Favoriten Frankreich durchsetzen.


Die Französinnen visieren bereits seit Langem einen Gewinn in einem großen Turnier an und zeigten in der letzten Phase ihren besten Fußball. Hinzu kommen die Engländerinnen, die dieses Jahr bereits den SheBelieves Cup für sich entscheiden konnten. Bereits vier Jahre in Folge qualifizierten sie sich für die Weltmeisterschaft, 2015 schafften sie es auf Platz drei. Auch das deutsche Team darf nicht unterschätzt werden.


Das Team der DFB

Nachdem die deutschen Männer bei der WM 2018 eine blamable Pleite hinlegten und es als Titelverteidiger nicht einmal durch die Gruppenphase schafften – inzwischen könnte dies durchaus in die Liste der unglaublichsten Momente der WM aufgenommen werden – gilt es für die Frauen, ihnen nicht gleichzutun. Das DFB-Team von Martina Voss-Tecklenburg hat bereits zwei Weltmeistertitel auf dem Konto, nun geht es um den dritten Titel. In der Gruppenphase geht es gegen China, Spanien und Südafrika. In der Qualifikation setzten sie sich mit sieben Spielen ohne Gegentor durch und erlangten den ersten Platz der Gruppe. Die Spielerin Dzsenifer Marozsan ist der Star der Mannschaft, Taktgeberin und Mittelfeld-Star. 2018 verlor sie nur knapp gegen die Brasilianerin Marta im Rennen um den Titel der FIFA-Weltfußballerin.


Auch in diesem Jahr ist sie fit und entschlossen, das Bundesteam zum Erfolg zu führen. Bereits mit ihrem Team Olympique Lyon schaffte sie es zum Champions-League-Meister und wurde zur besten Spielerin der höchsten Spielklasse in Frankreich gewählt. Nun wird sie ihr Können für das deutsche Nationalteam unter Beweis stellen. In einem witzigen und selbstironischen Video präsentiert sich das DFB-Team zur anstehenden WM und spielt auf die vielen Vorurteile gegen die Frauen im Sport an: „Wir brauchen keine Eier, wir haben Pferdeschwänze!“ – mit diesem Motto wollen sie in Frankreich glänzen und Vorurteilen gegen den Frauensport trotzen.



Die Stadien

In insgesamt 52 Spielen in neun verschiedenen Stadien wird die Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen. Es geht im Gastgeberland Frankreich unter anderem in die Städte Montpellier, Nizza, Paris, Le Havre, das Halbfinale und Finalspiel werden im 400 Millionen Euro schweren Stadion Stade de Lyon abgehalten. Gerade erst 2016 wurde das Stadion mit knapp 60.000 Sitzplätzen fertiggestellt, um die Europameisterschaft des Jahres auszutragen. Auch die anderen Stadien, wie das Stade de Nice, das mit 35.000 Plätzen erst 2013 eröffnet wurde, oder das nagelneue Stade Océane, das 2012 fertiggestellt wurde, bieten modernste Spielstätten, die für das große Turnier dieses Jahr beste Spielvoraussetzungen gewährleisten.


Bereits am 7. Juni starten die Frauen des Fußballs wieder durch und eifern während der achten Austragung der Frauen-Weltmeisterschaft um den begehrten Titel und Pokal. Der Eröffnungsspiel geben Frankreich und Südkorea, auf ARD und ZDF können die Spiele live miterlebt werden. Wird USA seinen Titel verteidigen? Wird der Gastgeber Frankreich den Heimvorteil nutzen können? Oder holt sich Deutschland seinen dritten Titel? Wir sind gespannt!


Photo by Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0