Bundesliga: Was können wir erwarten?

Bundesliga-Meisterschale
Bundesliga-Meisterschale / Lester120/Bigstock.com

Es kommt einem so vor, als ob es erst gestern gewesen wäre, als Deutschland bei der durch Corona verlegten Europameisterschaft ausschied. Eine unerwartete Wendung für den einstiegen Weltmeister, weswegen die deutsche Fußballnation trauerte. Niemand rechnete damit, dass die Nationalmannschaft dieses Jahr so schnell an seine Grenzen gelangt. Aber davon lassen sich weder die Spieler noch die Fans unterkriegen, denn nach dem Fußball ist vor dem Fußball, wie wir alle wissen. Mit dieser Motivation startete die neue Bundesligasaison am 13. August 2021, und Millionen von Fans brannten darauf, endlich wieder schönen Fußball zu sehen – sogar live. Nach knapp anderthalb Jahren ohne Stadion durch die schwerwiegende Pandemie freuten sich die Fußballbegeisterten auf das Gefühl, endlich wieder ihre Lieblingsmannschaft mit Leib und Seele zu unterstützen.


Wer legte bisher einen starken Auftakt in der Saison hin? Wer führt die Tabelle momentan an, und um welche Mannschaft steht es schlecht?

Tabellenstand

Der Tabellenführer nach dem achten Spieltag ist, wie auch nicht anders zu erwarten war, der immer noch unangefochtene deutsche Meister FC Bayern München. Dass die Leistungen der Mannschaft relativ konstant erfolgreich sind, zeigt sich auch bei der aktuell besten Sportwetten-App. Hier wetten nämlich immer mehr fußballinteressierte Menschen auf die Tabellenführer.


Dass Bayern diesen Start hinlegt, wurde von den meisten schon erwartet. Spannender ist es deswegen für die Mehrheit, was sich auf den dahinter liegenden Plätzen abspielt. Denn der BVB ist den Münchnern schon auf den Versen; nur ein Punkt trennt die beiden momentan voneinander. Sie gelten unter Sportanalytikern als „einziger Verein, welcher den FC Bayern vom Thron stoßen kann”. Mit dieser Aussage könnten sie vielleicht sogar recht behalten. Es auf jeden Fall spannend in der Tabelle. Dortmund wird dicht gefolgt von Leverkusen und dem FC Freiburg – mit jeweils 16 Punkten, die auch nur einen Sieg benötigen, um den FC Bayern Punkte technisch einzuholen.


Interessant ist zu erwähnen, welche Mannschaft sich auf den siebten Platz gekämpft hat. Dies scheint nach der letzten Saison unfassbar und führt uns zu unserem diesjährigen „Underdog”: eine Mannschaft, die vor Kurzem noch in der Relegation um seinen Platz in der ersten Liga kämpfen musste und nun einen Fußball hinlegt, den so niemand von ihnen erwartet hätte.

FC Köln

Was ist denn diese Saison mit den Geißböcken los? Diese Frage stellen sich nicht nur die Gegner des FC Köln, sondern auch die meisten anderen Zuschauer nach dem Auftaktspiel gegen den Hertha BSC. Mit einem 3:1 beginnt der FC seinen diesjährigen Lauf in der Bundesliga, und es ist nicht übertrieben, zu behaupten, dass (fast) alle begeistert sind. So haben wir die Kölner in der letzten Saison definitiv nicht gesehen. Sie sind längst keine defensive Mannschaft mehr, welche auf die Aktionen der anderen nur reagiert. Von schönen Pässen und Flanken, Alleingängen von Modeste und Co. über eine spektakuläre Defensive von Kapitän Hector – es macht einfach wieder Spaß, dem Verein bei einem schönen Fußball zuzusehen.


Umso schwieriger war es für die Fans und den neuen Trainer Steffen Baumgart, das letzte Spiel zu beobachten. Nach der herben Niederlage gegen Hoffenheim scheint das Glück der Kölner schon vorüber zu sein. Ob das so bleibt oder ob sie sich erneut motivieren können, um das Ruder noch einmal herumzureißen, bleibt abzuwarten.