Eintracht Frankfurt: Saison der Wiedergutmachung

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Das ging in der letzten Saison nicht ganz so auf wie geplant bei der Eintracht Frankfurt. Nach der Halbfinalqualifikation in der Europa League 2018/19 dachte man, noch einen draufsetzen zu können. Stattdessen kam schon im Achtelfinale das Aus gegen den FC Basel, den ex-Klub von Kapitän David Abraham. Der U20-Weltmeister von 2005 hatte zu Beginn seiner Karriere in Europa mehr als 100 Partien für die Schweizer bestritten. Und auch in der Meisterschaft hingen die Trauben ein wenig höher als in den Jahren zuvor. Platz neun bedeutete nach zwei Jahren hintereinander in der Europa League erstmals wieder eine Saison ohne internationalen Wettbewerb.

Mit Kontinuität zum Erfolg

Während man bei anderen Vereinen in einer solchen Lage schon einmal auf die Suche nach einem neuen Übungsleiter geht, setzt man bei der Eintracht auf die bewährten und bis zuletzt auch erfolgreichen Kräfte. Adi Hütter bleibt fest im Sattel und hat seinen noch bis 2021 laufenden Vertrag um weitere zwei Jahre, bis in den Sommer 2023 verlängert. Auch seine beiden Co-Trainer Christian Peintinger und Armin Reutershahn bleiben dem Verein bis 2023 treu. Hütter war 2018 von den Young Boys aus Bern nach Frankfurt gestoßen. In Bern hatte er die Young Boys zum ersten Meistertitel nach mehr als 30 Jahren geführt - so wie Niko Kovač die Eintracht im selben Jahr zum ersten Pokalsieg seit 1988 geführt hatte.


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Nach den spektakulären Erfolgen im internationalen Geschäft verwundert es wenig, dass einige Spieler bei finanzkräftigeren Vereinen in anderen Ländern zum Thema geworden sind. Mit dem ehemaligen Schweizer Nationalspieler Gelson Fernandes und dem zuletzt länger verletzt gewesenen Marco Russ haben zudem zwei langjährige Stützen der Mannschaft ihre Karriere beendet. Kompensiert worden sind diese Abgänge teilweise durch Transfers wie Jetro Willems, Steven Zuber oder Amin Younes. Doch auch drei Spieler aus der eigenen Mannschaft verstärken in dieser Saison den Kader der Eintracht Frankfurt.

Die aktuelle Saison - Siegeschancen für Frankfurt?

Zwar glückte der Eintracht vor einigen Monaten der Start in die Saison 2020/2021, dennoch ist ein Sieg laut Experten nicht mehr wirklich wahrscheinlich. Bei den Bundesliga-Quoten ist Eintracht Frankfurt zurzeit nämlich mit 501,00 gelistet. Teams wie der FC Bayern München oder der RB Leipzig werden mit Quoten von 1,03 und 15,00 vergleichsweise viel höhere Chancen zugesprochen (Stand: 25.03.). Dennoch ist zu erwarten, dass Eintracht Frankfurt auch weiterhin das Beste geben wird. Fans werden sich jedoch sicherlich freuen, dass ihr Team aktuell auf Platz 4 in der Tabelle steht.


Neben den Bayern und RB Leipzig zählt auch Wolfsburg zu den Favoriten in der Bundesliga. Auf den Abstiegsplätzen befinden sich der 1. FC Köln, DSC Armania Bielefeld sowie der FC Schalke 04. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich der Unterschied zwischen den besten und den am schlechtesten klassierten Teams verringern könnte, da der Spielplan 2020/2021 wesentlich dichter ist als in den vorangegangenen Jahren. Das könnte auch der Eintracht in die Karten spielen. Schließlich fällt für das Team von Cheftrainer Adi Hütter die zusätzliche Belastung mit der Europa League weg. Somit ist und bleibt es auch in dieser Saison wieder äußerst spannend.