DFB-Präsident hofft auf baldige Bundesliga-Spiele mit Zuschauern

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - "Ich wünsche mir, dass möglichst schnell die Fans in die Stadien zurückkehren. Sie machen die Faszination Fußball zu einem großen Stück aus, das wird uns jetzt, da wir Arenen ohne Publikum und Spiele ohne Seele erleben, so deutlich wie nie", schreibt Keller in einem Gastbeitrag für die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Samstagsausgaben) zum Bundesliga-Neustart.


Er forderte, die Meinung der Fans künftig ernster zu nehmen: "Jetzt ist es sicherlich spät, aber noch nicht zu spät, auf ihre mahnenden Worte zu hören. Wir sind uns bewusst, dass wir ihre Kritik an der Kommerzialisierung des Fußballs manches Mal überhört haben – weil das System doch so gut funktioniert hat", so der DFB-Präsident weiter. Ein System, das nun offenbare, wie fragil es sei und das man deswegen "dringend besser, nachhaltiger aufstellen" müsse.


"Wir müssen den Fußball wieder näher zu den Menschen bringen und verlorengegangenen Kredit zurückgewinnen. Im Fußball geht es um viel mehr als um Geld – aber das sollten wir auch wieder leben und glaubhaft vermitteln. Daran arbeiten wir derzeit intensiv", schreibt Keller. Zudem erklärte er, warum die Geisterspiele alternativlos seien: "Im Moment geht es darum, den Fußball zu retten - nicht nur die 36 Lizenzvereine, sondern den deutschen Fußball in seiner Gesamtheit. Denn von den Einnahmen des Profifußballs profitieren auch unsere Landesverbände und damit all unsere 25.000 Vereine mit ihren mehr als sieben Millionen Mitgliedern", so der DFB-Präsident.


Der Fußball sei "ein Kreislauf", Spitze und Basis seien getrennt voneinander "nicht vorstellbar. Und die sollten sich, trotz verständlicher Sorgen und Ängste, auch jetzt nicht spalten lassen". Der Profifußball gehe "bei der Rückkehr auf den Platz voran und in seinem Windschatten folgen der Breitensport und andere Sportarten, die von den Konzepten und Erfahrungen profitieren".


Die Fortsetzung der Bundesliga diene "keinem Selbstzweck und nicht der Belustigung einer Gesellschaft, die derzeit massive Einschränkungen hinnehmen muss. Sondern sie dient dazu, der Gesellschaft etwas zu erhalten, das tief in ihr verwurzelt ist: den Fußball", schreibt Keller in dem Gastbeitrag für die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".