Wer steigt aus der Bundesliga ab?



Mit Köln und dem Hamburger SV mussten letzte Saison zwei Traditionsvereine den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Der HSV hatte zwar nach einigen Siegen gegen Saisonende auf eine erneute Rettung gehofft, der Aufschwung kam jedoch zu spät. Die Hamburger hatten in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem Abstieg geflirtet und mussten letztendlich den Preis für jahrelanges Missmanagement zahlen. Bei den Kölnern hingegen hatte wohl kaum einer mit der Katastrophen-Saison gerechnet, hatte man sich doch im Vorjahr noch sensationell für die Europa League qualifiziert. Schaut man sich die aktuellen Quoten der Wettanbieter auf Oddschecker an (Stand: Ende Oktober), gehören Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Nürnberg zu den Favoriten im negativen Sinne. Auch Hannover 96 gilt laut den Buchmachern als gefährdet. Dem VfB Stuttgart wird hingegen trotz Krise der Klassenhalt zugetraut. Dies könnte neben dem zweifelsohne bundesligatauglichen Kader auch mit dem frühen Trainerwechsel – Markus Weinzierl löste Tayfun Korkut ab – zu tun haben, wodurch man sich eine Initialzündung erhofft.





Es ist eher unwahrscheinlich, dass eines der zu Saisonbeginn strauchelnden Teams mit höheren Ambitionen im Mai etwas mit dem Abstieg zu tun haben wird. Ob es für Schalke, Leverkusen und Hoffenheim fürs internationale Geschäft reichen wird, bleibt abzuwarten. Den Gang in Liga Zwei dürfte jedoch keine dieser Mannschaften antreten müssen. Dafür sind die Kader allesamt zu gut besetzt und gerade im Fall von Schalke war vor der Länderspielpause ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Diesen wird man jedoch in den nächsten Wochen und Monaten bestätigen müssen, um nicht im Niemandsland der Tabelle stecken zu bleiben.