DFB-Präsident schließt Frauenquote nicht aus

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - "Im DFB haben wir den Frauenanteil an der Belegschaft zuletzt auf 30 Prozent erhöhen können", sagte Keller der Wochenzeitung "Die Zeit".


Auch die Anzahl der Frauen in Führungspositionen, also auf Team- und Abteilungsleiterebene, sei gestiegen und werde weiter steigen.

"Dies gilt auch für unsere ehrenamtlichen Strukturen. Hier haben wir ebenso wie unsere Landesverbände Nachholbedarf", sagte der DFB-Präsident. Zu oft seien Männer von Männern in Gremien gewählt worden.


"Frauen hatten wenig Chancen." Im DFB, aber auch bei den Landesverbänden, seien deshalb "Leadership-Programme" für weibliche Mitarbeiter auf den Weg gebracht worden. Solange jedoch "keine sichtbaren Veränderungen" erreicht wurden, "können wir nicht zufrieden sein". Auf die Frage, ob in diesem Zusammenhang für ihn auch eine Frauenquote infrage komme, antwortete Keller: "Wenn es gar nicht anders geht: ja. Wir müssen mit allen Mitteln versuchen, den Frauenanteil in den Führungspositionen unserer Mitgliederstruktur anzupassen." Über den Status quo äußerte sich Keller selbstkritisch: "Da gibt es nichts zu beschönigen: Auch der DFB muss weiblicher werden."