Regionalligist Rödinghausen sucht ein Stadion für den Pokal-Kracher gegen die Bayern

Nahezu jeder Amateurverein träumt davon im DFB-Pokal auf einen Bundesligisten zu treffen. Auch wenn dies sportlich in der Regel die schwierigsten Aufgaben sind, so steht das Erlebnis “einmal gegen einen Top-Verein” zu spielen im Vordergrund. Natürlich ist dies auch finanziell deutlich attraktiver.


Der SV Rödinghausen hatte bereits in der 1. Runde des laufenden Pokalwettbewerbs Glück gehabt, mit dem Zweitligisten Dynamo Dresden hatte man ein durchaus gutes Los erwischt gehabt. In einem echten Pokalfight setzte sich der Underdog mit 3:2 nach Verlängerung gegen Dresden durch und als Belohnung hat man nicht nur den Sprung in die nächste Runde geschafft, sondern auch das große Los gezogen. Der SVR trifft in der 2. Pokalrunde auf den FC Bayern.


Rödinghausen muss erneut ausweichen, Paderborn oder Lotte stehen zur Diskussion


Normalerweise trägt der Regionalligist seine Heimspiele im Wiehenstadion aus. Das Stadion hat eine Kapazität für knapp 3.000 Zuschauern. Viel zu wenig für das “Spiel des Jahrhunderts” gegen die Bayern. Bereits gegen Dresden entschieden sich die Verantwortlichen auf das Frimo-Stadion im benachbarten Lotte auszuweichen. Die Heimstätte der Sportfreunde Lotte fasst rund 10.000 Zuschauern, sprich mehr als das dreifache als das eigene Stadion.


Die Nachfrage nach Fussball Tickets für das Spiel gegen die Bayern ist immens. Somit bleibt dem SVR nahezu keine andere Option, als sich erneut auf die Suche nach einem geeigneten Austragungsort für das Pokalspiel zu machen. Neben dem Frimo-Stadion soll Medienberichten zufolge auch die Benteler-Arena in Paderborn eine Option sein. Für den Standort Paderborn würde sprechen, dass man dort insgesamt 15.000 Tickets verkaufen könnte.


SVR-Geschäftsführer Alexander Müller betonte, dass man aktuell im Austausch mit den entsprechenden Betreibern stehen würde: “Wir stehen mit beiden Vereinen in Verhandlungen.” Laut Müller wird eine finale Entscheidung erst Anfang September fallen. Neben der finanziellen Frage, die sicherlich im Vordergrund steht, spielt auch die Verfügbarkeit und die Erreichbarkeit eine große Rolle. Paderborn hat zwar eine größe Kapazität, ist dafür aber 80 km von Rödinghausen entfernt, was den Fans sicherlich nicht gefallen wird. Nach Lotte sind es immerhin 30 km weniger Anreise.


Es wird spannend zu sehen wie sich die Verantwortlichen in Rödinghausen entscheiden. Unabhängig davon wo am Ende die Partie stattfinden wird, fest steht, für die Ostwestfalen wird es ein (vermutlich) einmaliges und zugleich einzigartiges Erlebnis werden.