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    Canberra (dts Nachrichtenagentur) - Die Regierung Australiens hat wegen des Coronavirus einen Einreisestopp für Reisende aus China verhängt. Premierminister Scott Morrison sagte, dies gelte auch für Personen, die auf ihrer Reise Richtung Australien das Festland von China nur durchquert haben. Eine Ausnahme soll es für australische Staatsbürger, Menschen mit permanenter Aufenthaltsgenehmigung, ihre engen Familienangehörigen und Crews von Fluggesellschaften geben.

    Das australische Außenministerium riet, vorerst nicht nach China zu reisen. Diejenigen, die zurück kommen, sollen sich 14 Tage lang "selbst isolieren", wie es hieß. Unterdessen mehreren sich in Australien Berichte über eine Zunahme der Diskriminierung von Asiaten im Alltag. Im australischen Rundfunk ABC berichtete eine Frau, sie sei an einer Supermarktkasse mit Sätzen wie "Asians, stay home, stop spreading the virus", angesprochen worden.

    München (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt auf sieben. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) teilte am Freitagabend mit, dass sich ein Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt, infiziert habe. Auch er ist Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die fünf zuerst bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind.

    Außerdem hatte sich noch ein Kind eines der Mitarbeiter angesteckt. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag hatte eine Testaktion in der Firma stattgefunden. Von 128 bis Freitagabend vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Noah Becker, Sohn von Tennislegende Boris Becker, sorgt sich mitunter um seinen Vater. "Manchmal habe ich ihm gegenüber einen Beschützerinstinkt", sagte Noah Becker dem "Spiegel". "Ich schicke ihm immer ganz viel Liebe."

    Sportliche Wettkämpfe betrachtet der Becker-Spross dagegen kritisch und bezweifelt, "ob es wirklich so wichtig ist, einen Ball zu hauen". Dem "Spiegel" sagte er: "Sport und Nationalismus sind heimlich miteinander verknüpft. WM, Davis Cup, Olympische Spiele - Das sind letztlich Wettkämpfe zwischen Nationen. Vor diesem Hintergrund finde ich es verrückt, dass Menschen so viel Gewicht darauf legen, wie gut jemand einen Ball schlägt. Es sollte doch um Verbrüderung gehen." Becker junior sieht seine eigenen Stärken auf kreativen Feldern, betätigt sich als Maler und Musiker. "Gemalt habe ich schon immer", so Nachwuchskünstler Becker. "Meine Mama hat mir hässliche Lunchboxen mit in die Schule gegeben, die habe ich mit Raumschiffen bemalt, damit sie cool aussehen." Mit seiner Bekanntheit habe er inzwischen gelernt, umzugehen. "Wenn man älter wird, merkt man, wie klein man selbst ist und wie groß das Universum." Er sei "schon als Ei berühmt gewesen", so Becker. "Berühmtheit aber macht nicht glücklich."

    Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) - Die Dark-Rock-Band "Mono Inc." steht neu an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Die Gruppe aus Hamburg stieg mit "The Book Of Fire" neu ein und landete gleich auf Platz eins.

    Auch Vanessa Mai ist mit "Für immer" neu in den Charts vertreten und kam auf Platz zwei. Und auch die "Pet Shop Boys" sind nach vier Jahren wieder zurück in der Hitliste, sie steigen mit "Hotspot" neu auf Platz drei ein. Eine Liebeserklärung an Berlin, die zu großen Teilen auch in der deutschen Hauptstadt aufgenommen wurde. In den Single-Charts halten Juju & Loredana ihren ersten Platz mit "Kein Wort" aus der Vorwoche. "The Weeknd" klettert mit "Blinding Lights" um eine Position nach oben und ist jetzt auf Rang zwei. Auf Rang drei ist ein Neueinsteiger: Gzuz mit "Donuts". Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

    Essen (dts Nachrichtenagentur) - Barbershops in Deutschland geraten immer häufiger in den Fokus der Ermittlungsbehörden - ob zurecht oder nicht ist strittig. In Nordrhein-Westfalen gibt es deswegen jetzt Streit um Polizeieinsätze. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

    Manche der Friseurgeschäfte sollen laut nordrhein-westfälischem Innenministerium angeblich in Verbindung zur Clankriminalität stehen. In Essen sollen zuletzt viele neue Barbershops eröffnet worden sein. Dort gebe es nun "verstärkt Kontrollen, da der Verdacht der Geldwäsche im Raum steht", sagt Erich Rettinghaus von der Deutschen Polizeigewerkschaft. An dieser Einschätzung gibt es Kritik, nicht nur von den Barbershops selbst. Für Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionschef im Landtag, sind die geplanten Razzien "medienwirksame Inszenierungen", die "rechte Klischees" bedienen würden. Er wirft Innenminister Herbert Reul (CDU) vor, mit den Maßnahmen gegen Barbershops bestimmte Bevölkerungsgruppen zu diskriminieren. Die Geschäfte werden meist von Personen geführt, die aus dem arabischen Raum stammen. "Herr Reul ist der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig, über welche konkrete Faktenlage er verfügt", sagt Kutschaty, "oder ob er bisher nur auf Basis von Annahmen handelt. Sollte er Erkenntnisse über kriminelle Machenschaften in Friseurgeschäften haben, erwarte ich von ihm, dass er die Geschäfte schließt."

    München (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland gibt es einen sechsten Fall einer Coronavirus-Infektion. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Betroffen sei ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war.

    Er ist wie vier weitere Infizierte Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Alle Betroffenen befänden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem "stabilen gesundheitlichen Zustand", teilte das Ministerium mit. Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei der betroffenen Firma arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag keinen weiteren positiven Befund. Weitere Einzelheiten will das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend mitteilen. Die bisher ermittelten Kontaktpersonen sollen sich häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden, hieß es.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Für eine Mehrheit der Deutschen haben Gendersterne und andere Ideen für eine vermeintlich gendergerechte Sprache keine große Bedeutung. Für 62 Prozent sei eine geschlechterbetonte Sprache unwichtig, so eine Umfrage des Instituts INSA im Auftrag der Theo-Münch-Stiftung. Weitere Ergebnisse: Die deutsche Sprache gefällt 58 Prozent der deutschen Bevölkerung sehr, allerdings sind 61 Prozent der Ansicht, dass sie zunehmend verkomme.

    Lediglich 26 Prozent der Befragten stimmen dieser These nicht zu. Am stärksten sehen die Befragten die deutsche Sprache durch reduzierte Sprechweisen wie "Geh ich Fußballplatz" bedroht. 57 Prozent nennen diesen Punkt bei der Frage "Welche Aspekte sind Ihrer Meinung nach für die deutsche Sprache besonders schädlich?" An zweiter Stelle folgt das "allgemein sinkende Bildungsniveau" (51,5 Prozent), an dritter die "allgemeine Verrohung der deutschen Sprache" (45 Prozent), dann die "Amerikanisierung/Anglisierung der deutschen Sprache" (44,0 Prozent) und die "Verunsicherung durch Rechtschreibreformen" (34 Prozent). 73 Prozent der Befragten stimmen der These zu: "Alle Grundschüler in Deutschland sollten verbindlich sowohl Druck- als auch eine Schreibschrift lernen." 60 Prozent glauben: "Es haben zu viele englische Begriffe Einzug in die deutsche Sprache gehalten." 59 Prozent lehnen Englisch als zusätzliche Amtssprache in Deutschland ab. 58 Prozent sind der Ansicht: "Deutsch sollte mit Englisch und Französisch auf allen Ebenen der Europäischen Union gleichberechtigte Arbeitssprache sein." 68 Prozent lehnen Englisch als alleinige Wissenschaftssprache an deutschen Universitäten ab. 60 Prozent sind dafür, die deutsche Sprache als Nationalsprache im Grundgesetz zu verankern. Die Umfrage war im November 2019 unter 2.079 Personen durchgeführt worden.

    Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - In Nordrhein-Westfalen bleiben immer mehr Schüler regelmäßig dem Unterricht fern. Die fünf Bezirksregierungen des Landes, die für die Schulaufsicht zuständig sind, leiteten im vergangenen Jahr 8.794 Bußgeldverfahren an weiterführenden Schulen gegen sogenannte Schulverweigerer ein, berichtet die "Rheinische Post" (Freitagsausgabe). Vor vier Jahren waren es noch rund 1.500 Verfahren weniger.

    "Wir leiten die Bußgeldverfahren erst ein, wenn die jeweilige Schule mit dem betroffenen Schüler nicht mehr anders weiterweiß", sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Köln. Landesweit die meisten Schulverweigerer gab es im Regierungsbezirk Arnsberg: 2.971 Bußgeldverfahren leitete die Behörde 2019 ein. Es folgte die Bezirksregierung Düsseldorf mit 2.900 Fällen; im Regierungsbezirk Münster waren es 1.106 Verfahren, in Köln 935, in Detmold 882.

    London (dts Nachrichtenagentur) - In Großbritannien sind zwei Personen positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet worden. Es handele sich um Mitglieder derselben Familie, teilte das britische Gesundheitsministerium am Freitagvormittag mit. Die Patienten werden demnach klinisch betreut.

    Man verwende bewährte Infektionskontrollverfahren, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, hieß es. Zudem sei man gut auf den Virus vorbereitet, so die britischen Behörden. Wo genau die Virus-Fälle festgestellt wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Das Vereinigte Königreich ist nach Deutschland, Frankreich, Finnland und Italien der nächste europäische Staat, in dem der Virus auftritt, der zuerst in der chinesischen Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei festgestellt wurde. In China fielen bereits mehr als 200 Menschen dem Virus zum Opfer. In Deutschland gibt es bisher fünf bestätigte Infektionen. Außenminister Heiko Maas (SPD) teilte am Freitagvormittag mit, dass deutsche Staatsbürger noch im Laufe des Tages mit einer Bundeswehr-Maschine aus Hubei ausgeflogen werden sollen.