Ämter - Hartz IV

  • Man würde sich wundern wenn man wüsste wie groß der Anteil an berufstätigen Menschen in unserem Land ist der noch aufstocken muss weil das verdiente Geld unterhalb des Existenzminimums liegt.

    über die Leute meckert doch niemand. Bei Schmarotzer geht es um die, die bis Mittags pennen, und nur RTL ;) schauen. Man könnte ja auch seine Zet sinnvoll nutzen, und arbeiten gehen, aber lieber nicht, dann wäre man ja Abends zu müde.


    Und ja, selbst wenn jemand für wenig Geld arbeiten geht, wo am Ende nicht mehr übrig bleibt, wie der H4 Satz, aber für einem selber , bzw sein Ego, Stolz etc das sollte wieder nach oben gehen. Und die meisten sind alles ungelernt, wollen aber 3000€ im Monat verdienen. Ja das wollen viele, aber man hätte wärend der Schulzeit die Möglichkeit gehabt für ein gutes Zeugnis zu sorgen, damit man eine Ausbildung machen kann wo man etwa smehr verdienen kann als 1000€, aber auch das wollten viele nicht, denn Party ist besser gewesen.

  • Du lässt da Sachen wie Lernbehinderungen, kognitive Beeinträchtigungen komplett aussen vor.

    Ich übersetze mal Marc seinen Beitrag - Er meint damit, das Menschen die es schaffen könnten, versagen und dann lieber einen auf Hartz4 machen.


    Logisch ist, das es viele Menschen gibt mit Lernbehinderungen etc. etc. die es wohl nicht schaffen...bzw. es sehr schwer haben.

  • Solche Leute sind in unserer Gesellschaft einfach nicht vorgesehen. Da musst du schon funktionieren in gewisser Weise, sonst fällst durch das Raster.

    Das aber liegt am System...und hat ja irgendwie mit Marc seiner Aussage nicht viel zu tun. Keiner von uns kann was dazu, wenn andere Menschen lernbehindert sind oder sonstige Probleme haben. Solche Menschen müssen unterstützt werden und man muss ihnen helfen.


    Die Hilfen in Deutschland gehen aber nur soweit, wie das Geld reicht...ansonsten hat man Pech gehabt.

  • Die ganze Diskussion ist doch komplett windschief. Erst mal muß die an den Kragen bekommen, die reguläre Arbeit in Schwarzarbeit umwandeln. Aber das geht ja übers Ausland und die sind nicht faßbar. Dann müssen die Auftragsgeber ran, die zwar bei genauem Hinschauen erkennen könnten, das da etwas nicht stimmt, aber nichts machen. Da wäre auch die öffentliche Hand gefragt, weil eine große Zahl ihrer Projekte in hohem Maße von Schwarzarbeit durchsetzt sind. Weil man dort nicht Hand anlegen will, geht man gegen die vor, die auch etwas vom Kuchen abhaben wollen, es aber durch reguläre Arbeit zunehmend nicht mehr können. Aber auch deren Kinder möchten mal eine Kleinigkeit geboten bekommen.


    Die Theorie, das man das durch Umzug lösen könne, ist sehr kurz gesprungen. In München ist eine 20m²-Wohnung unter 800 bis 1000 € kaum noch zu haben. Ähnlich ist es in allen Großstädten Deutschlands. Eine 4-Personen-Familie sollte schon zum Maßstab genommen werden. In München ist es erst bezahlbar, wenn täglich der einfache Arbeitsweg bei 200 und mehr Km liegt. Zieht eine solche Familie dahin, wo das Wohnen bezahlbar ist, gibt es eben keine Arbeit.


    Wir sind in einen Teufelskreis geraden, wo auch zunehmend Millionäre sagen, das es nicht mehr lange gut geht. Der einzige Weg da heraus wäre, die Arbeit muß wieder zu den Menschen kommen und damit eine Dezentralisierung einsetzen. Die Bereitschaft, diese Erkenntnis in die Tat umzusetzen und dadurch auch viele unterbewertete Regionen Deutschlands wieder aufzuwerten, liegt noch nahezu bei Null.

  • Ernst, zum Glück besteht Deutschland nicht nur aus München und Großstädte. Die Großstädte sind Flächendeckend nur ein kleiner Teil. Die meisten Jobs findet man auch auf kleinere Städte wie Wolfsburg oder Gifhorn und und und...

  • Nein, aber die Arbeitsplätze gibt es zunehmend dort und das ist das Problem des Systems. Man muß sich doch nur mal die Zahlen anschauen. Wenn es Unternehmen dahin zieht, sind eben auch die Arbeitsplätze da. Selbst Arbeit bei Handwerkern nimmt dort zu und in Städten wie Wolfsburg derzeit ab. Das hat zwar da gerade andere Gründe und wird in dieser Stadt nur temporär sein, aber in anderen Gegenden ist dieser Abwärtstrend ungebrochen, bei uns zum Beispiel ist es seit 25 Jahren ungebrochen.

  • Kommen wir mal zurück zur Realität.


    Dass es lernbehinderte Menschen mitunter schwerer haben, einen vernünftigen Job zu bekommen, liegt in der Natur der Sache.


    Der größte Arbeitgeber in Deutschland ist der Mittelstand. Und dieser Mittelstand hat zugleich die kleinste Lobby, wird gedrückt, wo es nur geht.


    Ein Betrieb mit 5 Arbeitnehmern kann es sich kaum leisten, auf 20 % der Produktivität zu verzichten, wenn er nur einen einzigen Arbeitnehmer einstellt, der die ihm übertragenen Aufgaben nicht erfüllen kann.


    Der wesentliche Teil der Hartz4 - Bezieher ist aber gar nicht lern- oder sonstwie behindert.


    Spätestens seit Einführung des Mindestlohnes gibt es kaum noch Austocker unter den Vollzeitbeschäftigten.


    Der Mittelstand sucht seit Jahren händeringend vernünftige Arbeitnehmer, die entweder ein gewisses Maß an Qualifikation mitbringen oder auch nur gewillt sind, sich qualifizieren zu lassen.


    Durch die zu hohen Hartz4- Sätze wird das, was als übergangsweise Hilfe in Notfällen gedacht war, zu "Dauerlösungen" mißbraucht.


    Seit Jahren bleiben darüber hinaus sehr viele Ausbildungsplätze unbesetzt, weil die jungen Leute keinen Bock haben, sich für vermeintlich wenig Geld ausbilden zu lassen.


    Da werden dann lieber Handlangerjobs angenommen, deren Bezahlung besser ist als die Ausbildungsvergütung.


    Als Fazit kann man sagen, dass die Eltern in vielen Fällen einfach versagen, wenn sie es nicht schaffen, den Kindern die Notwendigkeit einer guten Ausbildung zu vermitteln.

  • Seit Jahren bleiben darüber hinaus sehr viele Ausbildungsplätze unbesetzt, weil die jungen Leute keinen Bock haben, sich für vermeintlich wenig Geld ausbilden zu lassen.

    Oh ja, das kenne ich auch. Wenn man durch Hartz4 mehr Geld bekommt als in der Ausbildung.


    Aber mit einer vernünftigen Erziehung der Eltern, sollte das Problem gelöst sein. Wenn die Eltern aber auch schon zu nichts Bock haben, dann ist es klar das die Kinder den selben Weg gehen.