Ämter - Hartz IV

  • Jemand, der sich intensiv darum bemüht, nicht mehr auf HartzIV angewiesen zu sein, hätte für so einen Schwachsinn gar keine Zeit.


    Ich würde da rigoros kürzen und basta.


    Schlimm genug, dass deutsche Gerichte so einen Mist überhaupt annehmen \r\

  • Richtig, wer wirklich schaut wo er einen Job haben kann, wird für so einen Schwachsinn wegen 20 Cent keine Zeit haben. Vor allem, warum verklagt man die Hand, die einen füttert? Am Ende bezahlen das wieder die Steuerzahler. Frechheit sowas.

  • Habt ihr mit diesen Ämtern schon zu tun gehabt? Ich denke mal nein, sonst würdet ihr so nicht argumentieren. Ich habe im Auftrag von Klienten schon vor dem Sozialgericht wegen 1,5 qm Wohnfläche gestanden. Umgerechnet wegen ca. 15 Euro/Monat. Und diese Leute hätten Hartz IV nicht abwenden können. Ich wäre mit solchen Urteilen verdammt vorsichtig. Hier wird die Schuldfrage nämlich oft genug verdreht.

  • Wohnung ist doch etwas völlig anderes.


    Aber für € 0,20 so nen Zirkus zu veranstalten, kann sich wirklich nur jemand leisten, der auf Kosten anderer lebt.


    Die Zahl der offenen Stellen steigt und steigt. Genau wie die HartzIV Rundumversorgung.


    Wer trotz intensiver Bemühungen aus dieser Notlage nicht rauskommt, soll genug Geld vom Staat bekommen. Aber wirklich nur diejenigen.


    Die Abgaben der Arbeitnehmer und Arbeitgeber steigen stetig. Auch deshalb wird der Unterschied zwischen den HartzIV - Sätzen und den Nettolöhnen immer kleiner.


    Dieses verdammte Anspruchsdenken für null Gegenleistung muss raus aus den Köpfen. Dann klappts auch wieder mit der Arbeit.

  • Nun also, ich finde es geht einfach um das Prinzip, wenn es dem jenigen Zusteht (auch wenn es nur 20 Cent sind), dann sollte man für sein Recht kämpfen.
    Klar sind die Kosten, höher die der Staat trägt, aber wenn 20 Cent bei jedem Bürger zu wenig gezahlt werden im Monat, dann spart der Staart wiederum jede menge ein.


    Viel schlimmer finde Ich das der Staat jede Menge Kohle für Griechenland, Spanien etc übrig hat, obwohl im eigenen Land auch Hilfe gebraucht wird. Mir persönlich ist es egal wa smit Spanien etc passiert, hier im eigenen Staat gibt es genügend Kinder die auf der Straße leben, Kindergärten werden geschlossen oder nicht ordentlich ausgebaut/renoviert, und da regt ihr euch auf, ob die Kosten für dem Staat teurer sind für solch eine Verhandlung....


    Recht muss Recht bleiben, und wenn demjenigen 20 Cent zu stehen, dann ist das so, denn das Amt denkt die können mit einem machen was sie wollen.

  • Wenn ich das schon wieder lese.


    Der Staat enthält 0,20 € demjenigen vor, dem das zusteht \r\


    Klar, das macht "der Staat" mit Absicht.


    Er hilft in Not und bescheißt dabei. Weil er falsch abrundet.


    Ab 50 Cent wird aufgerundet, da beklagt sich niemand.


    Aber wer selbst nicht für sein Geld arbeiten muss, der wägt nicht ab zwischen Kosten und Nutzen.


    Denn den vermeintlichen Nutzen hat nur er, die Kosten trägt die Allgemeinheit.


    Tolles System.


    Wo bei dem wohl die Schamgrenze anfängt?


    ;J;

  • ...denn das Amt denkt die können mit einem machen was sie wollen

    ...Hauptsache immer fett die Kohle einstreichen, dafür ist das Amt wieder gut...Würde die Tussie auch noch klagen, wenn sie die Kosten alleine bezahlen müsste? bestimmt nicht...solange wie wir das bezahlen ist alles gut. Es gibt Menschen die es wirklich brauchen, weil es nicht anders geht, und dann kommen solche Typen daher und nutzen es bis zum letzten auf so eine Art und Weise aus. Das ganze erinnert mich wieder an Antara sein beitrag von heute Morgen ==> Essen-Schönebeck beschreitet neue Wege

  • Nun macht mal langsam mit euerm Auf- und Abrunden. Ich bekomme jährlich meine Dinge nach Sozialrecht bis zum Cent aufgelistet. Behinderung gehört da nämlich auch rein. Und die Grenze meines Einkommens, bis zu dem Hartz II (das ist nämlich der finanzielle Teil der Hartzreform) beantragt werden kann, wird bis zum letzten Cent ausgewiesen und auch gezahlt. Medizinische Hilfsmittel und dergleichen werden nach Bedarf gewertet. Für jeden Mist brauche ich Kassenbons. Entweder für die Steuererklärung wegen der Freibeträge oder wenn das nicht reichen würde, fürs Sozialamt. Die Pauschbeträge sind bei der Preisentwicklung nämlich der Witz des Jahrtausends. Nur Lachen kann darüber kein Betroffener.


    Die Schamgrenze liegt da, wo der Staat immer wieder versucht die Leute zu bescheißen. Ich habe nicht umsonst meinen OB zum Buslenker gemacht. Und dabei geht es nicht mehr um Kleinigkeiten, sondern eher um Leben oder Tod. Aber das muß man schon selbst erleben um es nachvollziehen zu können. Die Behindertengesetzgebung sind doch in den Augen der meisten Stadtverwaltungen, die sie umsetzen müssen, nur noch ein Scherzartikel. Dabei könnten wir bei korrekter Umsetzung eine Menge Geld sparen.

  • Nun macht mal langsam mit euerm Auf- und Abrunden.


    Für jeden Mist brauche ich Kassenbons. Entweder für die Steuererklärung wegen der Freibeträge oder wenn das nicht reichen würde, fürs Sozialamt.


    Dei der Steuereklärung tauchen in den Bereichen keine Cent auf.


    Da kannste aufrunden.


    Oder rundest Du da etwa ab?


    Das schlimme ist doch, dass für weniger als Peanuts tausende Euronen für schwachsinnige Gerichtskosten verbraten werden.


    Nicht die Klägerin muss blechen, sondern wir alle. Und ich will nicht ;S;

  • Wegen 20 Cent? findest du es also in ordnung das die Kosten die durch die ganzen Klagen nun entstanden sind Vater Staat bezahlt?


    Kurz und bündig, ja. Die Klage war schliesslich begründet, sonst wäre sie nicht bis vor das Bundessozialgericht gegangen. In unserem Rechtssystem hat nunmal jeder das Recht, auch wenn er sich nicht leisten kann, zu klagen. Zumal es hier nicht in einem Einzelfall um 20 Cent geht, sondern wenn dann für alle Hartz IV Bezieher. Und da kommt durchaus ein hübsches Sümmchen zusammen. Auf Kosten derer zu argumentieren, die am Existenzminimum leben, halte ich zudem für sehr bedenklich. Es gibt ganz andere Summen in unserer Landschaft, wo ich solche Proteste sehr gerne lesen würde.

  • Nicht die Klägerin muss blechen, sondern wir alle.

    So sieht es aus. Sie soll ihren Mist alleine bezahlen, warum reitet sie uns in ihren Krims Kram mit rein? Wenn ich so ein Denken habe das ich mir alles bieten lasse, brauche ich bald nicht mehr arbeiten gehen weil ich genau weiß das es immer wieder Dullies gibt die es so dämlich ausgeben.

  • Hier gehts um 20 Cent, nicht um Millionen, Soccerface.


    Und das ist kein Einzelfall.


    Solche Streithansel sollte man nicht auf Kosten der Allgeneinheit finanzieren.


    In allen anderen Bereichen der Gerichtsbarkeit gibt es Bagatellgrenzen, damit eben nicht wegen jeder Bagatelle gestritten wird.


    Nur hier nicht, weil der Staat zahlt und notleidened Anwälte sich mit so nem Mist die Taschen vollstopfen.


    Unglaublich \r\

  • Man muss hier aber auch bei dem bleiben um was es geht. Ernst, und auch Soccerface. Ihr nennt hier Gründe die ich auch verstehen kann, aber bei den 20 Cent da fällt mir doch glatt der Sack ab. >_>


    Da platzt mir viel eher die Hutschnur, wenn eine langjährige Mitarbeiterin wegen 1,50 Euro gekündigt wird. Da fehlen für mich Verhältnismässigkeiten. Die 20 Cent mögen für Dich nicht viel sein. Nicht wenige müssen den Taler fünfmal umdrehen. Sorry, aber für Begriffe wie Schmarotzer habe ich in dem Zusammenhang kein Verständnis, schon gar nicht, wenn ich mein Recht, welches mir in diesem Staate Gott sei Dank zu steht, versuche durchzusetzen. Und der Weg zum Bundessozialgericht ist alles andere als einfach, das kannst Du mir glauben.



  • Ich schlage vor, Du setzt Dich mal in Sozialgericht in eine öffentliche Verhandlung. Dir platzt sonstwas, wenn Du merkst, was Leuten, die auf diese Leistungen angewiesen sind, vorenthalten wird. Da geht es um Dinge, die Du Dir scheinbar gar nicht vorstellen kannst. Ich wiederhole mich gern, nahezu jeder Bescheid, der bei mir auf dem Tisch landet ist beanstandenswert. Darüber beschwert sich kurioserweise niemand. Unglaublich viel mehr, wie man auf den Schwächsten dermassen rumtrampelt. Das macht mich sauer.