FC St. Pauli: Becherwurf - Fan wird nur verwarnt

  • St. Pauli drohte ein Geisterspiel und damit ein finanzieller Ausfall von etwa einer Million Euro. Jetzt bekam der Täter eine richterliche Verwarnung wegen schwerer Körperverletzung.


    Es war letzte Saison im Spiel St Pauli gegen Schalke 04 in der Bundesliga. Von der Tribüne flog ein voller Bierbecher und traf den Linienrichter. Der ging zu Boden und das Spiel wurde sofort abgebrochen. Der Täter wurde von Fans des FC St. Pauli benannt und gestand die Tat bei der polizeilichen Vernehmung. Dem Verein drohte eine sehr empfindliche Bestrafung. Am Ende mußte der Verein das erste Heimspiel dieser Saison 150 Km von Hamburg entfernt vor nur 14000 Zuschauern austragen. Hierdurch entstand dem Verein nach eigenen Angaben ein Schaden von etwa 400000€.


    Nun wurde gegen den Täter verhandelt. Das Gericht stellte fest, der Täter nahm einen empfindlichen Schaden des Linienrichters billigend in Kauf. Die Staatsanwaltschaft forderte 8 Monate Haft auf Bewährung. Das Gericht folgte nicht und erkannte auf 12000€ auf Bewährung und 3000€ sofort, je zur Hälfte an den betroffenen Linienrichter und die Sepp-Herberger-Stiftung. Ob dieses Urteil zu mild ist, liegt nun an St Pauli. Durch das Urteil hat er nun die Möglichkeit, den finanziellen Schaden gegen den Täter geltend zu machen.