Anzeige

Doping vs Kommerz

  • Um mal über was anderes als ständig über Politik zu diskutieren, würde ich gerne diesen Thread hier aufmachen.

    Dabei würde ich sehr gerne die allgemeine Meinung der einzelnen User hier hören.

    Ich habe mir vorhin so einige alte Beträge im Forum hier durchgelesen, da fiel mir auf, dass vor allem Striker und antara besondere Ablehnung gegenüber Kommerz empfanden.

    Mir persönlich ist die Kommerzielisierung relativ egal. Warum? Weil ich Doping als weit aus schlimmer ansehe.

    Früher wurde reihenweise gedopt.

    So gab es in der DDR flächendeckendes Doping, auch in der BRD wurde massiv gedopt. Etwa auch die 1954 Weltmeister, jahrelang die Bayernspieler, im Osten gewann der 1.FC Magdeburg einen Europapokal mit gedopten Spielern.

    Ich frage mich warum diese ehemaligen Dopingvereine nicht verurteilt werden, stattdessen Vereine die lediglich bestimmter Fremdgelder beziehen. Nicht falsch verstehen ich bin kein Fan von Leipzig oder Hoffenheim, aber wenn ich dagegen andere Vereine die sich früher die Erfolge durch Doping erkauft haben sehe, dann ist dies as meiner Sicht weit aus schlimmer zu bewerten.

    Für mich ist Doping betrug am ehrlichen Sport und gehört verurteilt.

    Ich finde es schade, dass diese Vereine, die dies früher aktiv unterstützt haben so wenig verurteilt werden.


    Um mal zwei Quellen zu nennen:

    Doping: Historiker: DDR dopte ganze Fußball-Mannschaften - Sport - FAZ


    Doping-Studie belastet auch WM-Helden von 1954 und den BVB | wp.de | 1. Bundesliga

  • ---------------------------------
    Anzeige

    Fanartikel auf amazon.de:


    Bundesliga - Bayern München - Borussia Dortmund - Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach

    Werder Bremen  

  • Doping sollte natürlich niemals erlaubt sein und sollte man auch nicht dulden. Zum Glück werden die heutigen Sportler direkt immer verurteilt. Vernünftig.


    Mit dem Kommerz sehe ich es ähnlich wie Striker und antara.


    Erstmal müssen wir sehen, ohne Fans kein Geld. Kein Verein der Welt bekommt einen Investor wenn der Verein kaum Fans vorzuweisen hat. Denn die großzügigen Spender wollen verdienen.


    Das heißt also, das wichtigste im Sport sind in der Regel die Fans.


    Und jetzt kommt das Problem, die Vorstände der Vereine werden immer geldgeiler...weil die Fans eh schon da sind und man muss sich nicht mehr viel um sie kümmern.


    Das ist wie mit einer Ehe. Habe ich meine Frau und lasse mich in den nächsten Jahren gehen, ist es ja fast egal, weil, ich habe ja meine Frau.


    Wenn die Vereine vernünftig mit den Fans kommunizieren würden, wäre das ganze auch kein großes Ding. Aber


    Solche Vereine wie Leipzig, Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg...Ach ja, plus die vielen anderen Vereine aus der 2. und 3. Bundesliga die nicht sonderlich in den Medien stehen aber dennoch nur vom Geld leben.


    Hoffenheim ist eigentlich ok, der Investor ist ein Fan von der TSG...und das schon sein ganzes Leben lang. Das ist ungefähr so, als wenn ich jetzt Millionen hätte und würde einen Teil in meinen Lieblingsdorfverein reinstecken. Finde ich völlig legitim. Denn der TSG-Spender ist nicht darauf bedacht haushohe Gewinne zu erzielen.


    Wolfsburg war schon vor VW da...der Aufstieg damals in die Bundesliga lag nicht am Geld von VW. Volkswagen hatte erst einige Jahre später richtig investiert...Nur wollen das die meisten nicht sehen...weil pöbeln und schimpfen macht bei Fans anderer Vereine mehr Spaß. Die Wahrheit ist in der Regel langweilig.


    RB Leipzig ist quasi gezüchtet. Ein Verein auf Geld aufgebaut...Mit Sport hat das erstmal, rein gar nichts zu tun. Das ist ungefähr so als wenn ich in einem online Spiel Geld investiere damit ich schneller auf Platz 1 komme. Mit spielen hat das nichts zu tun, denn man ist nur so gut wie auch der Geldbeutel das Geld fließen lässt.


    Aber, bei RB Leipzig hat man mit No-Name Spieler begonnen die sich in den letzten Jahren ziemlich gemausert haben. Man hat eine gute sportliche Entwicklung hingelegt wo andere Vereine nur von träumen können.


    Wir wissen alle, Geld schießt keine Tore. RB Leipzig hat eine gute Führung die man eben nicht mit Geld kaufen kann. Gute Spieler damals ausgesucht...und sportlich Erfolg gehabt.


    :S167:

  • Für mich ist Doping immer noch weit aus schlimmer. Wäre man konsequent gewesen, dann hätte man alle Spieler, Vereine, Verbände die mal am organisierten Doping teilgenommen haben und es aktiv gefördert haben ausschließen müssen.


    Die Fans heute protestieren teilweise wie wild gegen den Kommerz, weil sie ehrlichen Fußball sehen wollen, vergessen aber komplett gegen ihren eigenen Verein zu protestieren. Es ist aus meiner Sicht egal ob man vor 30 Jahren, vor 10 Jahren oder jetzt betrügt.

    Beim Kommerz kann man aus meiner Sicht immer noch sagen, dass es nicht illegal ist, ganz im Gegenteil zum Doping. Davon ab, dass der Sportler langfristige Schäden davon trägt, deshalb sehe ich dies persönlich auch als weit aus schlimmer an.

    Nehmen wir als Beispiel mal den Radsport, ich möchte hier mal zwei Namen in den Raum werfen, Lance Armstrong und Jan Ullrich, beide über Jajre gedopt, glaubt denen heute noch irgendwer, weil sie vor knapp 15 Jahren gedopt haben? Meine Erfahrungen sagen ganz klar nein!

    Im krassen Gegenteil dazu stehen die ehemaligen Dopingvereine, die werden heute nicht mehr angeprangert, ihre Taten werden heute komplett ignoriert.

    Wären diese Fans konsequent, dann müsstem sie aus meiner Sicht im gleichen Maße auch gegen ihre eigenen Vereine protestieren.

    Das erschließt mir in sofern nur bedingt, bis gar nicht.

    Ich denke aber die Medien spielen die eine große Rolle. Ich mein über Leipzig und deren Kommerz z.B. liest man 10 mal am Tag was, über Doping 10 mal im Jahr.

    Da entsteht dann ein aus meiner Sicht verzerrtes Bild.

    Selbiges gilt für gewissen Nationalmannschaften. Normalerweise dürfte kein Mensch die Deutsche Nationalmannschaft unterstützen, wenn er denn konsequent wäre.

    Genauso bei Frankreuch, England, Italien, Argentinen, Brasilien etc. alle früher mal gedopt.

  • Werbung

  • Ich habe meine Meinung gegen Werbemaßnahmen und Milliadärsspielzeuge schon mehrmals, auch hier, geäußert. Schlimm ist daß auf einmal Leute zu den Spielen rennen und sich als Fans bezeichnen weil es in Mode ist.


    Idealerweise ist ein Traditionsverein bzw. die Stadt das Paradebeispiel. Kühne sorgt regelmäßig für frisches Geld beim H?V und bringt als Bonus dazu regelmäßig unruhe hinein. Neben dem Stadion an der Müllverbennungsanlage gibt es bekanntermaßen noch eine große Mehrzweckhalle. Die einstigen Hauptmieter, der Handballverein und die Eishockeylizenz, sind nicht mehr existent da die Geldgeber keine Lust mehr an ihrem Spielzeug hatten.


    Ein anderes Beispiel aus dem Fußball ist der Verein aus Krefeld. Als das Bayerwerk die zweite Betriebssportgruppe bzw. Werbemaßnahme eingestellt hat versank der Verein nach und nach in der Bedeutungslosigkeit. Nun ist dortein ausländischer Investor tätig. Als Aufsteiger steht die Mannschaft im sicheren Mittelfeld. Es wurden aber schon zwei Trainer verschlissen, weil dieses Ergebnis zu wenig ist.


    Der Kommerz beginnt doch, sobald Geld umgesetzt wird, bzw. man von dem Geld lebt. Wie hier richtig beschrieben wurde, müssten dann alle Fans gegen Ihre Vereine protestieren. Die noch relativ neue Methode Geld zu drucken, sind diese beschi...... Bezahlkarten. Die Vereine behaupten so funktioniert der Verkauf von Speisen und Getränken im Stadion schneller und diese Bezahlart sei hygenischer. Die Wahrheit ist, die Vereine arbeiten so mit dem Geld welches die Fans einbezahlen, denn die Wenigsten tauschen nach den Spielen die Karte wieder ein und lassen sich das Geld ausbezahlen. Und die unregelmäßigen Stadiongänger sind dabei die ideale Melkkuh. Im Idealfall werden die Karten nie wieder eingetauscht.


    Die 50+1 Regel wird über kurz oder lang in Deutschland fallen. Evtl. wird der deutsche Vereinsfußball dadurch in andere Regionen Vorstoßen. Wenn man die wirtschaftlichen Bilanzen von z. B. Manchester United, FC Chelsea oder Real Madrid anzieht, ist dort ein riesengroßes Minus auf dem Konto.

    Spätestens wenn man sich die Fälle von mysteriösen Wetten auf einzelene Spiele ansieht, wird klar der Fußball ist mit oder ohne 50+1 längst kaputt. Es werden Milliarden umgesetzt. Und große Geldmengen siehen auch schwarze Schafe an.


    Doping spielt eher in Einzelsportarten eine "wichtige" Rolle. Klar sollten Mannschaften bestraft werden, wenn ein oder mehrere Spieler gedopt am Spiel teilnehmen. Der Fußball hat es bisher geschafft das Thema sehr klein zu halten. Ich bilde mir allerdings ein, daß es mittlerweile mehr Versuche gibt das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen.

  • _____________________________________

    Willkommen im Fußball Forum Fussballboard

    Um schreiben zu können, benötigen Sie einen Account.


    Für Mitglieder: Zum Login

    Noch keinen Account? Zur Registrierung


    Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unserer Seite

    Das Boardteam


    Zurück zur Startseite

    -

    Zurück zum Forum

  • Erstmal, danke das du hier geschrieben hast.:thumbup:


    Ich bin noch nicht so lange hier angemeldet, habe aber wie erwähnt teile deiner Beiträge vorher gelesen.


    Doping wird im Fußball leider sehr klein geredet und häufig totgeschwiegen, was ich persönlich sehr bedauerlich finde.

    Früher war das halt ein absolutes Tabuthema, genauso wie im Radsport wo irgendwann die Bombe geplatz ist.


    Sehe ich das richtig, dass für dich der ehrliche Sport im Vordergrund steht?

    Das ist für mich z.B. so, deshalb bin ich auch gegen jeden Verein der früher mal das Dopen unterstützt hat, völlig egal wann es war.

    Der Grund warum ich Vereine wie Bayern, Stuttgart, Frankfurt ,Magdeburg, Dresden, Jena usw. überhaupt nicht mag.

    Im Osten fand man das reihenweise, da waren es halt ganze Fußballmannschaften durch Funktionäre Doping bekamen, Vereine und gar Verbände, aber auch der Westen ist extrem belastet was dieses Thema angeht.

    Ich lese zuletzt auch immer mehr darüber, persönlich interessiere ich mich schon seit knapp 10 Jahren für das Thema Doping im Fußball.

  • Werbung

  • Wie erwähnt, ist für mich das Thema "Doping" im Fußball noch eher zweitrangig. Wenn man allerdings sieht wie athletisch bzw. körperlich anspruchsvoll das Spiel geworden ist, wird Doping demnächst auch höher zu bewerten sein. Die Spiele werden schließlich auch nicht weniger, ich sage nur Klub-WM.


    Beim Radsport sieht man was für eine Seuche Dopingmittel sind. Jens Voigt hat mal gesagt daß der Radsport bzw. beim Radsport mehr als bei anderen Sportarten unternommen wird (Haus- bzw. Hoteldurchsuchungen während laufenden Wettbewerben), dennoch ist Doping gerade beim Radsport immer präsent. Wenn ich mich recht entsinne, wurde auch Jens Voigt schon des Dopings überführt?

  • Die Gefahr, dass angesichts riskanter und ruinöser Geschäfte eines fremden Investors der Verein in seinem Bestand gefährdet ist, sieht man doch überall dort, wo es kein 50+1 gibt.


    In England sind nicht wenige Clubs von der Bildfläche verschwunden oder hoch verschuldet. Ähnlich ist die Situation in Spanien und Italien, wo die Erfolge in den internationalen Wettbewerben teuer erkauft wurden, denn die Schulden summieren sich auf Milliarden! Die Clubs sind im Besitz von Milliardären oder Wirtschaftsunternehmen.


    Diese sind jedoch nicht als Mäzen engagiert, sondern sehen ihr Engagement als scharf kalkuliertes Investment, der Club verkommt zum Spekulationsobjekt für (internationale) Finanzjongleure – ohne dass Fans und Vereinsmitglieder noch irgendeinen Einfluss ausüben könnten. Weitere Folgen sind eine hohe Verschuldung der Clubs und unbezahlbare Eintrittspreise.


    Wer angesichts solcher Tatsachen noch immer gegen 50+1 ist, hat mit Fußball an sich nicht viel am Hut.

  • Also ich bin nicht gegen die 50+1 Regel, aber wir haben hier immer noch Meinungsfreiheit, deshalb halte ich solche Verallgemeinerungen wie "der hat mit dem Sport nichts am Hut", für Schwachsin. Will jemand anderen Sport sehen, sollte man auch dessen Meinung dulden.

    Meinerseits muss ich ebenfalls aktzeptieren, dass es Leute gibt, die Fans der Vereine sind, die ich meinerseits aus besagten Gründen, nicht mag. Vor allem voran muss ich Bayernfan akzeptieren.

    Das sollte man auch akzeptieren, wir leben immerhin in einer Demokratie.

  • Werbung

  • Deine offensichtliche Leseschwäche führt Dich folgefehlerhaft zu Aussagen, die völlig sinnfrei sind.


    Ich sprach vom Fußball in Deutschland. Der ist in dieser Form noch möglich, weil bei uns 50+1 Bestand hat.


    Wer gegen 50+1 ist, ist gegen den deutschen Fußball in dieser Form.


    Sollte begreifbar sein.

  • _____________________________________

    Willkommen im Fußball Forum Fussballboard

    Um schreiben zu können, benötigen Sie einen Account.


    Für Mitglieder: Zum Login

    Noch keinen Account? Zur Registrierung


    Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unserer Seite

    Das Boardteam


    Zurück zur Startseite

    -

    Zurück zum Forum