Uli Hoeneß und die Kritik

  • In den letzten Tagen war viel los um seine Person. Aber der Uli rappelt sich schon wieder auf... :cool:


    Hoeneß will erst nach Weihnachten auf Kritik reagieren


    Präsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München will sich mit einer Reaktion auf die harsche Kritik an seiner Person bei der Jahreshauptversammlung bis nach Weihnachten Zeit lassen.


    "Das muss nicht, aber könnte ein Einschnitt auch bei der Entwicklung bei unseren Fans sein. Jetzt kommt Weihnachten, das Fest des Friedens, und danach weiß ich sicherlich, wie ich das einzuordnen habe", sagte Hoeneß am Montag.

  • Es fällt aber schon auf, dass jetzt die Ratten aus den Löchern kommen und gegen den angeschossenen Uli losledern.


    Noch vor einem halben Jahr hätte sich das kaum einer getraut.


    So etwas gibt mir zu denken, weil ich es widerlich finde.

  • Der liebe Uli gerät immer mehr unter Druck. Paul Breitner sagte jetzt offen, der Grund seines Rücktritts 2017 wäre gewesen, weil er nicht ins Sportstudio sollte. Das wäre tatsächlich Manipulation, wenn nur noch Hoeneß auftreten will.


    Dann bekam Hoeneß jetzt ein vernichtendes Urteil von einem Psychologen. Und das schlimme, diese Einschätzung ist nicht völlig von der Hand zu weisen.



    FC Bayern: Psychologe über Hoeneß: „Erinnert an einen Diktator“ | FC Bayern

  • Ach Gottchen.


    Demnächst hat er noch ne Atombombe im Keller.


    Klar hat Hoeneß Fehler gemacht und wird hierfür zurecht herangezogen


    Aber seine plötzlich überall aus den Löchern kriechenden Kritiker sind zum Teil schlimmer und peinlicher als es Hoeneß je war.

  • Ohne Hoeneß gäbe es diese Geschichte der Bayern gar nicht.


    Es ist eine fatale Entwicklung unserer oftmals gedankenlosen Wegwerfgesellschaft, gute und erfolgreiche Methoden beim kleinsten Gegenwind über Bord zu werfen, um sich sodann ganz modern und aktuell den Finger in der Reformnase zu brechen.


    Konservate, d. h. am Guten festhaltende und verantwortungsvolle Menschen gibt es offensichtlich immer weniger.


    Oder sie haben ganz einfach Angst, vom neiderfüllten und in Gruppen zur Gewalt neigenden linken Reformmob angegangen zu werden.


    Der Fall Hoeneß ist ein Musterbeispiel für solche "Bewegungen".


    Ähnlich beim Diesel oder der Asylantenfrage.


    Es wird, soweit vorhanden, das Hirn ausgeschaltet und wenn alles den Bach runtergegangen ist, müssen die Konservativen wie immer den Karren aus dem Dreck ziehen.

  • Tatsache ist aber, von Gewesenem kann man sich nichts kaufen. Und Menschen, die das nicht begreifen und den Staffelstab nicht zur rechten Zeit weiterreichen können, zerstören so ihr eigenes Lebenswerk am Ende selbst. Fakt ist, es braucht neue Impulse.


    Ich verstehe Hoeneß auch nicht mal ansatzweise. Breitner sprach in der Sportsendung beim BR nur das aus, was auch die Fans sagten. Es war also nichts schlimmes und auf jeden Fall nicht mal ansatzweise ein Grund, ihn von der Ehrentribüne zu verbannen. Uli ist im Tunnel und sieht zunehmend das wesentliche nicht mehr. Mein Gefühl sagte mir sofort das es krachen würde. Aber nicht weil Breitner über die Stränge geschlagen hätte, sondern weil es nach dem Selbstverständnis von Hoeneß nur ihmselbst zusteht, solche Dinge zu sagen. Nur widerspricht genau das dem Vereinswesen.

  • Die Bayern leben sehr gut von Gewesenem. Das sind die Pfründe, die in erster Linie durch Hoeness erwirtschaftet wurden.


    Dass auch ein Hoeness nicht unendlich lange das Zepter schwingen kann, ist ja klar.


    Doch ihn, unter dem in der letzten Saison die Bayern mit über 20 Punkten Vorsprung Meister wurden, von heute auf morgen für bekloppt zu erklären, nur weil es mal sportlich nicht so läuft, ist totaler Quatsch.


    Das Breitner - Interview auf BR habe ich auch gesehen. Da ging es um die dämliche PK und darum, dass Bayern plötzlich als Altherrenmannschaft hingestellt wird.


    Das letztere hat Breitner ad absurdum geführt, die PK hat er genüßlich ausgeschlachtet. Doch von der Ehrentribüne wurde er allein deshalb auch nicht verbannt.


    Fazit: Mit seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft hat Hoeness den Staffelstab vor Jahren an Rummennige weitergegeben.


    Wenn er das Präsidentenamt ein wenig defensiver interpretiert, soll er ruhig noch etliche Jahre weitermachen.


    Zumindest solange, bis ein besserer auftaucht.


    Einen Kahn sofort zum Präsidenten zu kühren, wäre sicher sehr riskant.