50+1-Regel bleibt bestehen

  • Es krankt hier kein Gesetz Steffen. Dieser Weg ist besonders eingebaut worden, steht in einem juristischen Kommentar dazu. Es gibt viele Vereine in Deutschland, die auf eine Person zugeschnitten sind.


    Die eigenartige Diskussionen gibt es auch nur im Fußball. Es gibt aber kein spezielles Fußballrecht. Am Beispiel des ADAC ist auch zu verfolgen, das bewußt die Führung von Kapitalgesellschaften durch e.V.s unter bestimmten Umständen zerschlagen oder beschränkt wurde. Genau darauf beziehen wir uns.

  • Dass die 50+1-Regel im deutschen Profifußball weiter Bestand hat, kann man als Etappensieg gegen die totale Kommerzialisierung ansehen. Die Gefahr, dass Scheichs und Oligarchen sich Traditionsvereine greifen und nach ihrem Gusto umkrempeln, bleibt theoretischer Natur. Freilich übersehen die Anhänger der wahren Fußballwerte, dass auch deutsche Mannschaften längst durchkapitalisierte Wirtschaftsunternehmen und Teil der Unterhaltungsindustrie sind. Gespielt wird in komfortablen Arenen, Firmenlogos der Sponsoren dominieren das Bild und selbst mittelmäßige Kicker gehören zu den Topverdienern am deutschen Arbeitsmarkt.


    Die Abhängigkeit von Kapital und Investoren wächst deshalb immer weiter, da es letztlich nur um den Erfolg geht. Übrigens gerade auch den treuen Fans, die ja immer dann randalieren, wenn es sportlich schlecht läuft. Daher ist es trotz des jüngsten Votums nur eine Frage der Zeit, bis die 50+1-Regel weiter aufgeweicht wird oder gar ganz fällt. Auch deren Befürworter sehen es als Problem, dass die Bundesliga mit nur einem einzigen Topclub zusehends verödet und der Rest international nicht konkurrenzfähig ist. Eine Erkenntnis des Geschehens auf dem Platz ist doch: Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die - mit dem vielen Geld.


    ots

  • Endlich mal die Wahrheit, 50+1 taugte nie was. Allerdings falsch ist, das immer die mit dem meisten Geld gewinnen. Das war am Ende noch nie so und wird es auch nicht sein. Man braucht immer Fachleute, die den Verein zu organisieren verstehen. Das beste Beispiel dafür ist der VfL Wolfsburg.

  • Wäre es tatsächlich so, dass nur die gewinnen, die das meiste Geld haben, wären alle Europapokale ständig in England.


    Da wir jedoch ganz genau wissen, dass das nicht so ist, sollten wir solchen Blödsinn auch nicht weiter verfolgen.


    Wer in seiner Erfolglosigkeit nach mehr Geld schreit, gibt im Grunde nur seine eigene Dummheit zu.


    Kluge Menschen haben auch ohne viel Geld Erfolg. Und wo Erfolg ist, kommt auch das Geld.


    Das Pferd jedoch von hinten aufzuzäumen, hat schon den Schildbürgern keinen nachhaltigen Erfolg gebracht ^^

  • Es wird aber niemand bestreiten wollen, dass Erfolge, wie z. B. EL- oder CL-Pokal, fast immer von Klubs geholt werden, die auch nicht gerade arm sind! Sogar der HSV hatte damals, als er den Europapokal der Meister holte, noch viel Geld. Auch den FC Sevilla, mehrmaliger Gewinner der EL, kann man sicher nicht als arm bezeichnen. Den BVB als ehemaligen CL-Gewinner wirst Du, lieber Ralph, sicher nicht als armen Verein bezeichnen, auch wenn er den ganz reichen der Branche, wie z. B. den Spitzenklubs aus Spanien, England, oder Italien finanziell leicht hinterherhinkt. Geld regiert die Welt und im Fußball trifft das eben leider ganz besonders zu! :what:
    Jetzt wird es für mich aber höchste Zeit, Völklingen ruft zu einem wichtigen Spiel, wenn auch ein paar Ligen tiefer, wo es aber auch schon um Geld geht ... :S151:

  • Okay, Prostitution ist auch eine Art Arbeit.

    Am Ende sollten die Vereine einzeln entscheiden dürfen was sie wollen. Wenn sie sich als Nutten verkaufen wollen, dann sollen sie es doch machen. Am Ende schießt Geld keine Tore und Meister werden sie auch nicht unbedingt. Siehe Hoffenheim, Leipzig...nun ja, Wolfsburg steigt sogar bald ab :D